Alles im Wandel

Sehr lange erschien an dieser Stelle keine Veröffentlichung, was einfach damit zusammenhängt, dass das vergangene Jahr so einige tiefgreifende Veränderungen mit sich brachte. Alles im Wandel, so empfinde ich das für mich.

 

So Mancher mag den Wandel allerdings nicht: „Früher war alles besser!“, hört man oft. Gefürchtet wird sich da vor Veränderung, vor dem Neuen, dem Nicht-Vorhersehbaren, vor dem Sprengen der Grenzen um sich herum. Grenzen geben schließlich auch Sicherheit. Sich innerhalb der Grenzen zu bewegen bedeutet genau zu wissen, was einen erwartet. Sie zu verlassen heißt, ein gewisses, mehr oder weniger großes Maß an Risiko einzugehen. Also… Komfortzone versus Risikobereitschaft?

 

Ich bin eigentlich ein Mensch, der es sehr gerne „komfortabel“ mag. Ich liebe gleichbleibende Abläufe, sich wiederholende Geschehen, sogar Feiertage, die mir genau signalisieren, was ich zu erwarten habe. Das hat für mich etwas von Verlässlichkeit, Routine und gibt mir im Alltagschaos Sicherheit. Und dennoch hat sich in diesem vergangenen Jahr so viel verändert, dass man von außen betrachtet eher geneigt wäre zu glauben, dass ich ein „Springinsfeld“ bin, eine, die Herausforderungen liebt, der Veränderungen nichts ausmachen. Und tatsächlich stimmt das auch.

 

Jedes Ding hat zwei Seiten… jeder Mensch definitiv mehrere. Und mal überwiegt die eine, mal die andere Seite, mal kommt mehr jene, mal mehr diese Eigenschaft zum Tragen. Ein Menschenleben – als Ganzes betrachtet -  ist meines Erachtens kein statisches Gebilde, sondern ein Prozess, eine Entwicklung, die mal schneller, mal langsamer voran geht. Und daher möchte ich an dieser Stelle Mut machen all jenen, die sich vielleicht gerade jetzt, wo es auf den Winter und damit auf das Ende des Jahres zugeht, fragen: Was habe ich denn in diesem Jahr erreicht? Wo geht es nun hin? Was möchte ich im kommenden Jahr erreichen? Wie schaffe ich das? Was will ich überhaupt?

 

Ich möchte Mut machen zum Träumen, Mut, sich zu den eigenen Wünschen zu bekennen, Mut zum Wagnis, Mut, etwas Neues auszuprobieren, Mut, endlich etwas zu beenden, was man schon lange beendet haben wollte, Mut, etwas zu tun, was man schon sooo lange tun möchte, Mut, sich gegen die ureigene Angst (oder auch Bequemlichkeit) durchzusetzen, Mut, für sich selbst einzustehen, Mut, das Leben mit einer etwas größeren Prise Humor als bisher zu betrachten, Mut, so Manches nicht mehr ganz so wichtig zu nehmen….

 

Die Träumenden und die Wünschenden
halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.

(Franz Kafka)

 

Es bedarf gar nicht so viel. Manchmal bedarf es nur dieses einen Gedankens: „Ich trau mich das jetzt!“ Und plötzlich werden Kräfte frei gesetzt, von denen man bisher nicht wusste, dass sie in einem schlummern. Ein Richtungswechsel in unserem Leben beginnt mit einem klitzekleinen Gedanken, so zumindest ist meine persönliche Erfahrung. EIN klitzekleiner Gedanke kann ein, zwei, drei… viele weitere nach sich ziehen, und so kann daraus ein persönlicher Wunschtraum werden, der immer mehr und immer konkreter Gestalt annimmt und der auf diese Weise sich manifestiert und dann tatsächlich Wirklichkeit wird. Dafür lohnt es sich, die eigenen Grenzen ein wenig zu strapazieren, vielleicht sogar darüber hinaus zu wachsen, die nötige Risikobereitschaft für sich selbst aufzubringen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nicht nur Mut, sondern vor allem viele wunderschöne, positive, kraftgebende Gedanken für Ihren ganz persönlichen Lebens-Wandel.