Vergangenheitsbewältigung

In den letzten Wochen bin ich wieder einmal mehrfach über den Begriff "Vergangenheitsbewältigung" gestolpert. (M)ein einfacher Anlass, hier meine Gedanken dazu niederzuschreiben... und ich bin dieses Mal sehr gespannt auf die Reaktionen darauf, weil das Thema so komplex wie bewegend ist.
Wenn ich "Vergangenheitsbewältigung" auseinandernehme, dann steht da Vergangenheit und Bewältigung. Und schon stellt sich mir die Frage: Lässt sich die Vergangenheit bewältigen, so ein für alle Mal?
Vielleicht sollte ich erst mal definieren, was ich an dieser Stelle mit Vergangenheit meine: mir geht es hier im Besonderen um Erfahrungen und Erlebnisse, die uns geprägt haben und uns aber zu schaffen machen, weil sie eben nicht positiv besetzt sind. Bewältigen klingt für mich nach: ich befasse mich mit etwas, setzte mich damit auseinander, finde eine Lösung, wenn es damit ein Problem gibt - und bin damit im besten Sinne fertig. Genau das aber, so meine persönliche Erfahrung, klappt oft so einfach nicht.

 

Ich bin nun keine Therapeutin und mir liegt es auch absolut fern, hier Ratschläge zu geben und ein Patentrezept kenne ich im Übrigen auch nicht. Ich kann nur aus eigenen Erfahrungen berichten und wer damit etwas anfangen kann, der sei herzlich eingeladen, weiterzulesen und/oder sich mit eigenen Gedanken einzubringen.

 

Erlebnisse und Erfahrungen können so schwerwiegend sein, dass sie ein Trauma auslösen: der Mensch ist mit der konkreten Situation überfordert und es laufen bestimmte biochemische Prozesse im Körper ab, die für den Moment helfen, die Situation zu überstehen. Je nachdem entwickeln wir als Konsequenz ein bestimmtes Verhaltens-, Denk- und/oder emotionales Muster, um die erlebte Situation verarbeiten und meistern zu können.
Möglicherweise kann es aber sein, dass viel später ein ganz anderes Erlebnis, das augenscheinlich damit erst mal gar nichts zu tun hat, uns für einen klitzekleinen Moment an die Stress-Situation von damals "rück-erinnert" - das muss uns noch nicht mal bewusst sein - und ohne Weiteres befinden wir uns in einem alten Reaktionsmuster, das, auch wenn es irgendwann früher einmal sehr nützlich war, uns für jetzt gerade aber gar nicht weiterhilft, sondern ganz im Gegenteil uns sogar behindert oder gar blockiert! Unsere Gefühle fahren Achterbahn, unsere Gedanken Karussell und über kurz oder lang stellen sich Frust und Verzweiflung ein, weil wir nicht mehr ein, noch aus wissen, zumal, so mein persönliches Erleben, wenn uns das nicht nur einmal, sondern "irgendwie" immer und immer wieder passiert.


Soweit mein Versuch, nicht allzu abstrakt zu skizzieren, was genau mein Ausgangspunkt oder viel mehr Hintergrund zur oben gestellte Frage ist: Lässt sich die Vergangenheit bewältigen, so ein für alle Mal?
Ich glaube nicht. Ich glaube aber ganz sicher, dass wir Strategien entwickeln können, die uns helfen, Stress-Situationen früh zu erkennen und mit etwas Übung geschickt gegenlenken zu können, um nicht wieder ins selbe Reaktionsmuster zu verfallen, das uns nicht (mehr) hilfreich ist. Ich bin davon überzeugt, dass innere Arbeit, zum Beispiel mit Affirmationen, positiven Gedanken, Meditation... uns stärkt und uns befähigt, innerlich stabiler zu werden. Ich für mich habe gelernt, dass es mir wichtig ist, die eigene MItte zu bewahren bzw. schnell wieder finden zu können, um bewusst handlungsfähig zu bleiben und dabei hilft mir innere Achtsamkeit und mitunter auch ein gedachtes "Stopp!" oder "Nein!" Die Liste ist noch viel länger... sie beinhaltet aber vor allem eines: die Erkenntnis, dass ich meine Vergangenheit nicht im oben genannten Sinne bewältigen, also "ad acta" legen kann. Ich kann aber sehr wohl daran arbeiten, sie zu integrieren. Meine Vergangenheit macht mich aus, sie ist ein Teil von mir, gehört zu mir, auch wenn ich mit dem einen oder anderen zu hadern habe und vielleicht zu Teilen so ganz und gar nicht stolz darauf bin. Aber gerade meine daraus erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten kann ich nutzen, um im besten Sinne meiner Selbst bewusst meine Gegenwart zu leben und meine Zukunft zu gestalten - nach meinen Wünschen, meinen Bedürfnissen und meinen Wertvorstellungen.


Was es dazu braucht, ist ein schlichtes, aber ehrliches "Ja!"  Ein Ja zu mir, zu meiner einzigartigen Persönlichkeit, zu all meinen Begabungen und Fähigkeiten, zu meinen Fehlern und Schwächen. Es geht meines Erachtens darum, das eigene Leben leben zu WOLLEN, denn das gibt die Kraft, an Rückschlägen und Problemen nicht zu verzweifeln, sondern im Gegenteil immer wieder neue Wege zu finden und das Positive zu sehen. Und so lassen sich die Hürden und Hindernisse, die Tiefen und Untiefen im eigenen Leben mit Mut und innerer Stärke und einer guten Portion Humor annehmen als das, was sie auch sind: als Herausforderungen zum Wachsen.

 

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Das Große Ganze oder: Wofür eigentlich?

Die eigene Wahrnehmung schulen, die Aufmerksamkeit fokussieren, meditieren, die persönlichen Ziele hinterfragen, das Selbstbild erforschen, Wünsche formulieren, Werte definieren... wofür eigentlich?

 

Manches lässt sich ganz gut auf der kognitiven Ebene erklären. Ein kleines Beispiel:
Habe ich gelernt, mich zu fokussieren, meine Konzentration zu bündeln, ohne mich von innen oder außen ablenken zu lassen, so kann ich meine im wortwörtlichen Sinne ungeteilte Aufmerksamkeit meinem Gesprächspartner widmen. Ich kann sehr genau zuhören, kann feinste Stimmungen meines Gegenübers aufnehmen, kann gewissermaßen das Ungesagte "hören" und kann ganz für ihn da, für ihn präsent sein. Das erlaubt einen völlig anderen Dialog als wenn ich "nebenher" noch auf dem Handy tippe oder koche oder sonstwie anderweitig "beschäftigt" bin.

 

Aber wie ist das, wenn ich mich in den Kontext der Gesellschaft stelle? Es scheint so, als ob die oben genannten Fertigkeiten den Anforderungen an Fähigkeiten, die das soziale Leben an mich stellt, zuwider laufen. Flexibilität, Schnelligkeit, Effizienz, Multitasking... das sind die Schlagworte, die mir hier begegnen. Und die menschliche Kommunikation im Alltag scheint davon geprägt, nicht wirklich Anteil am anderen haben zu wollen, sondern nur oberflächlich mal eben schnell in Kontakt zu treten, mehr um der eigenen Darstellung wegen.

 

Nicht wenige Menschen sind daher auf der Suche... und wenn sich der Sinn des eigenen Lebens schon nicht so recht erschließen mag, so beruhigt man sich mit einem "Seelenplan", der allem zugrunde liegt und der das Unerklärliche als wunderbare Fügung, das Unfassbare zumindest als notwendige Erfahrung deklariert. Zugegeben, das liest sich jetzt als pure Provokation. Soll es aber gar nicht sein! Es ist nur so: mir scheint, dass es auch eine ganz naheliegende Antwort auf die eingangs gestellte Frage gibt.

 

Ich glaube, mein Leben muss nur mir, meinen Ansichten, meinen Werten, Zielen, Wünschen, Anforderungen... genügen. Lebe ich ein Leben, das mir so gut als möglich entspricht, habe ich das Beste getan.
Für die hiermit sofort auf den Plan gerufenen Kritiker: ja, ich weiß, nichtsdestotrotz habe ich eine gesellschaftspolitische Aufgabe als Mitglied ebendieser Gesellschaft und es gibt Normen, denen ich genügen muss, ethische Grundsätze, die unverrückbar sind und Werte, die ich akzeptiere, es gibt ja auch Traditionen, die ich weitergebe und mir ist klar, dass ich als Individuum nur innerhalb einer Gesellschaft lebensfähig bin... Ganz klar sei daher an dieser Stelle gesagt: Ich darf und will mit meinen Handlungen und dargelegten Gedanken niemanden zu Schaden kommen lassen und auch niemanden zu seinem Schaden beeinflussen!

Hier geht es um die Frage nach dem Sinn des Lebens und auch, einen philosophischen Schritt weiter, nach dem Sinn, den Sinn des Lebens überhaupt zu suchen und wenn ja, wo.

 

Ich sehe mein Leben wie einen Mikrokosmos als Teil eines Goßen Ganzen. Das bedeutet für mich: ich übernehme für mich und mein Leben die Verantwortung, das schließt die verantwortliche Fürsorge für mein direktes Umfeld, meine Familie und die mir anvertrauten Tiere und Pflanzen meiner Auffassung nach mit ein. Und, das ist mir bewusst, ich gestalte und präge mit meinem Handeln, meinen Wertvorstellungen, meinen Idealen... kuzum: meiner Persönlichkeit mein Umfeld. Mikroskopisch klein im Vergleich zum Universum, riesengroß in meinen Augen, vielschichtig, facettenreich und ungemein aufregend. Das Große Ganze erschließt sich mir dann vielleicht tatsächlich (immer noch) nicht, vielleicht erlange ich diese Weisheit in einem anderen Leben oder in einer anderen Dimension oder vielleicht kann ich als Mensch auf dieser Erde nie das Ganze in seiner Größe begreifen. Aber das ist dann auch nicht mehr so wichtig! Hauptsache, ich bin mit mir in meinem Leben, jetzt und hier, so wie ich das hinkriege, mit allen Tiefs und Hochs und Drunters und Drübers zufrieden und zuzeiten auch einfach "nur" glücklich.

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Detailverliebt

Irgendwann in meinem Leben kam ich an den Punkt, an dem ich mich fragte: Will ich mein Leben genau so weiterleben? Bin ich zufrieden, mit dem, was ist? Zunächst schien, im Großen und Ganzen betrachtet, alles stimmig: Familie, Beruf, Umfeld... passt, Daumen hoch. Der Blick ins Detail aber ließ mich fragen: "Was will ich wirklich?" Und nach einiger Zeit tauchten Wünsche auf, die ich vergessen glaubte, Sehnsüchte meldeten sich, von denen ich dachte, sie seien längst begraben und Erinnerungen wurden wach, die mir zeigten: da ist noch mehr in mir, das leben will, das sich zu verwirklichen lohnt, das wichtig ist.

Mich beschlich das Gefühl, nicht so recht zu wissen, wer ich wirklich bin, wer ich vielleicht sein könnte, wenn ich nur wüsste, wo meine Fähigkeiten lagen, ob es möglicherweise Talente gab, die ich bisher schlicht nicht wahrgenommen hatte...??? Eines aber wusste ich sehr genau: es war an der Zeit, auf die Suche zu gehen oder vielmehr, es war höchste Zeit, mich selbst zu finden!

 

Lassen Sie mich an dieser Stelle einen kleinen Umweg einschlagen:
Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, gerade genau jetzt, das Bild oben zu betrachten... eine Orchideenblüte, ja, klar, auf den ersten Blick nicht weiter "besonders", oder?... und lassen Sie sich verführen, mit Ihrer Aufmerksamkeit einen Moment länger bei den Details zu verweilen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Mich persönlich faszinieren die Farben, die weich, wie Pastellfarben auslaufen, die geschwungene Form der Blütenblätter, die Vollkommenheit, die ich empfinde. Wenn ich meine Phantasie ein wenig spielen lasse, meine ich zwei "Augen" zu erkennen und ganz in der Mitte das Blütenherz wie einen kleinen Schmetterling...

 

Vieles kreuzt im Laufe eines Tages unseren Weg. Im Regelfall gehen wir darüber hinweg, weil wir mit unserer Aufmerksamkeit auf etwas anderes ausgerichtet sind. Um eigenen Wünschen auf die Spur zu kommen und eigene Bedürfnisse deutlicher wahrzunehmen, bedarf es der Fähigkeit, genau hinzuhören, in sich hineinzufühlen, achtsam mit sich selbst zu werden. Nach meiner Erfahrung ist das ein Prozess. Ich möchte Sie einladen, mit Ihrer Aufmerksamkeit einen kurzen Stopp einzulegen, gerade für einen Moment, eben um eine Orchideenblüte zu betrachten oder die Tautropfen in einem Spinnennetz am Geländer oder den feinen Nebel über den Wiesen an einem frühen, kalten Wintermorgen. Es gibt auch ganz andere Momente, die dazu einladen: der Duft des frisch zubereiteten Kaffees oder Tees beim Frühstück, die einströmende Luft draußen auf dem Weg zur Arbeit und wie sich fast wie von allein der Brustkorb mit ein paar bewusst genommenen Atemzügen weitet, das Spiegeln der Lichtreflexe in der Scheibe der Straßenbahn... Das alles sind kleine Details in unserem Alltag. Wenn wir möchten, sind es viele kleine Gelegenheiten, kurz inne zu halten, eine klitzekleine Auszeit zu nehmen und damit einen wichtigen Schritt zu gehen auf dem Weg, uns selbst näher zu kommen.

 

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Für die Ewigkeit?

Ein altes Sprichwort sagt: "Nichts währt ewig". Und doch hätten wir das manchmal nur zu gern und stehen fassungslos davor, wenn uns bewusst wird, dass das eben nicht so ist.  Zum Beispiel dann, wenn ein geliebter Mensch verstirbt oder wir unser Tier über die Regenbogenbrücke ziehen lassen müssen oder wenn eine Beziehung zerbricht oder wenn sich unsere Lebensumstände derart ändern, dass wir gezwungen sind, uns einzugestehen, dass wir mit einem bestimmten Lebensziel oder einem Wunschprojekt gescheitert sind...
Das tut weh. Sehr sogar. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch: jedes Ende birgt einen Neuanfang in sich - es ist allein an uns, ob und wann wir diese Chance ergreifen möchten. Vielleicht ist es erst einmal notwendig, zu trauern, sich zuzugestehen, wie verletzt man ist, zu sehen, welch alte Erinnerungen, Hoffnungen, Wünsche sich wieder auftun... und sich so dem Prozess der Verarbeitung zu stellen. Und vielleicht muss man dann nicht nur den geliebten Menschen ziehen lassen, sondern auch vielfältige Wünsche, die sich mit ihm nicht haben erfüllen lassen. Möglicherweise fühlt man sich schuldig, weil man meint, sich viel zu wenig um sein Tier gekümmert zu haben, viel zu viele Momente nicht genug ausgekostet zu haben, sich viel zu oft  hat ablenken lassen von vermeintlich Wichtigerem. Jeder trauert anders, jeder braucht seine eigene Zeit.

 

Ich habe für mich feststellen können, dass Trauer in Wellen kommt. Dass ich einerseits schon bald mit einer gehörigen Portion innerer Kraft in der Lage bin, meinen Alltag am laufen zu halten, dass es aber sehr lange dauert, zum Teil Jahre, bis ich bereit bin, mich wirklich im besten Sinne zu "lösen". Dann erst kann ich Platz machen in meinem Leben für einen Neuanfang, dann erst bin ich bereit, mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich möchte an dieser Stelle eine Lanze brechen für all diejenigen, die allzu oft hören: "Nun stell Dich nicht so an, ist doch schon so lange her!" oder "Raff Dich auf, geh unter Leute, Du musst wieder ein normales Leben führen!" Niemand muss nach einem schmerzenden Verlust in einer von anderen vorgegebenen Zeitspanne irgendetwas! Das Einzige, worauf man Acht geben sollte, ist auf sich selbst, darauf, dass man sich nicht komplett in der Trauer verliert und dass der Faden zum sozialen Leben zumindest dünn erhalten bleibt. Und doch ist es nicht selten der Fall, dass der Trauernde sich mehr und mehr abkapselt, man innerlich mehr und mehr vereinsamt und aus Trauer eine Depression wird. Dann ist es erst recht wichtig und notwendig, einen Schritt nach außen zu tun, das Gespräch mit einem verständnisvollen Menschen zu suchen, vielleicht einen Therapeuten zu konsultieren oder es zu wagen, einem Trauergesprächskreis beizutreten.

 

Jedes Ende birgt einen Neuanfang in sich. Ich bin davon überzeugt! Ich glaube aber auch, dass wir uns die Zeit nehmen dürfen, uns und unser Leben sorgsam zu betrachten, alte Wertmaßstäbe zu überdenken, bestehende Wünsche und Ziele zu überprüfen und möglicherweise zu korrigieren, bevor wir wieder "durchstarten". Manchmal sind es diese Schicksalsschläge, die uns aus der Bahn werfen und es uns gerade dadurch ermöglichen, inne zu halten und uns neu auszurichten, weil wir einen "ver-rückten" Blick auf unser Leben bekommen. Ich wünsche Ihnen einen sanften Blick auf sich selbst, viel Geduld mit sich und ich wünsche Ihnen, dass Sie den Glauben an sich selbst nie verlieren oder wenn doch, immer wieder finden mögen!

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Glück ist...???

Dieser Tage am Abendessenstisch: wir sitzen gemütlich zusammen, im Hintergrund läuft Musik, weihnachtliche, denn es ist Mitte Dezember, und plötzlich kommt die Frage auf: Warum meinen die Leute eigentlich gerade zu Weihnachten so überaus glücklich sein zu MÜSSEN???

 

Jetzt könnte man der Frage philosophisch auf den Grund gehen. Oder religiös. Oder man könnte überlegen, ob der Zwang zum glücklich-Sein vielleicht gar in der Werbepolitik seine Wurzel hat? Weihnachten = käufliches Glück? Nur wer (viel) kauft ist glücklich?

 

Sind die Menschen, das möchte ich fragen, denn sonst nicht glücklich? Können sie nur zu Weihnachten glücklich sein? Und dann eben müssen sie es zwangsweise? So ähnlich wie man zu Fasching närrisch sein muss… Wissen die Menschen denn noch um Glück, was es ausmacht, wie es sich anfühlt, was es bedeutet?

 

In den letzten Wochen bin ich so einigen Menschen begegnet, die eher unglücklich und verbiestert durchs Leben gehen, die keine echte Freude mehr zu kennen scheinen, deren Leben ausschließlich aus Last und Pflicht besteht, die das Lächeln im Alltag vollkommen verloren haben. Das ist so schade! Oft ist es noch dazu so, dass für das eigene UN-Glück gern die Schuld bei anderen gesucht wird. Wenn nicht beim Mitmenschen, dann beim Tier: "Ich wäre ja so froh, wenn mein Kind endlich die Hausaufgaben richtig machen würde." // "Das dumme Pferd macht grad, was es will und jetzt würde ich ja so gern ausreiten, aber das geht gar nicht, weil es immer scheut, ich versteh überhaupt nicht warum." // "Meine Katze treibt mich zur Weißglut, weil sie überall hin pieselt, dabei hat sie gar keinen Grund und macht mir nur das Leben schwer." - ???
Klar, gibt es solche Situationen und sie sind anstrengend und klar, wäre es toll, wenn es liefe wie am Schnürchen, das Kind immer tipptopp die Hausaufgaben machen würde, das Pferd immer und jederzeit das Verlässlichste der Welt wäre, die Katze nur darauf warten würde, gestreichelt zu werden, wann es der Mensch gerade braucht und ansonsten darauf bedacht wäre, sich unauffällig zu verhalten. Aber wäre das wirklich toll? Macht uns das wirklich glücklich? Oder wäre es einfach nur bequem?

 

Glück ist… jedenfalls nicht bequem. Nicht einfach. Nicht gerade mal schnell abrufbar. Und es ist auch nicht beim anderen zu suchen, sondern ganz allein in uns. Was Glück bedeutet, weiß jeder nur für sich selbst. Zumindest glaube ich das. Glück kann entstehen in ganz leisen Momenten, Freude kann uns überkommen, wenn wir so gar nicht damit rechnen, es bedarf dazu weniger finanziellen Aufwandes, als vielmehr der Offenheit sich selbst und dem gegenüber, was uns das Leben im Moment so bringt. Darum ist es wohl auch viel einfacher unglücklich zu sein: wir sehen schneller die Schwächen und die Unzulänglichkeiten. Aber es wäre ja mal ein Versuch, auch in den scheinbar unmöglichsten Situationen, eine positive Haltung zu gewinnen – ich wüsste zumindest nicht, was dagegen spräche. Die Hausaufgaben, so könnte sich herausstellen, sind im Moment einfach unattraktiv oder das Kind schlicht zu müde; vielleicht lässt sich gemeinsam eine geschicktere Zeiteinteilung finden und sehr spontan macht eine Runde Kartenspielen enorm Spaß und danach geht`s mit den Hausaufgaben doch motivierter und viel leichter weiter. // Das Pferd scheut im Wald, vielleicht waren dort in den letzten Wochen die Waldarbeiter fleißig und es sieht alles ganz anders aus als sonst, aber ein wenig Bodenarbeit auf dem heimischen Platz geht ganz prima. // Die Katze hat sich draußen mit Nachbars neuem Kater angelegt und muss ihr Revier verteidigen und eben markieren; das ist lästig, gewiss, aber auch verständlich und vielleicht lässt sich das auf ein paar Stellen reduzieren (bei uns ist das ein ganz bestimmter Wäschekorb).

 

Ich kenne all diese Situationen auch, deswegen nehme ich sie als Beispiel, aber natürlich lässt sich die Liste beliebig erweitern... Es geht hier darum, Gelassenheit an die Stelle von Stress zu setzen, weil [negativer] Stress [inneren] Druck erzeugt und damit jedwedem Glücksgefühl entgegen wirkt, es womöglich im Keim erstickt. Gelassenheit jedoch hilft uns, Situationen humorvoller zu bewältigen, offen zu bleiben für das, was ist und uns nicht zu verlieren in hypothetischen Stress- und Schreckensszenarien oder gar Schuldzuweisungen. Und damit ist Gelassenheit ein wunderbarer Nährboden für Glück.

 

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.  (Anthony de Mello)

 

Ich selbst bin im Übrigen beileibe (noch) nicht die Meisterin im positiven Denken, die ich vielleicht gerne wäre, ich bin eher immer und immer wieder auf der Suche: nach praktikablen Lösungen im Alltag (möglichst bevor mich das Chaos komplett zu überwältigen droht), nach einfachen Hilfen & Sofortmaßnahmen (für den Akutfall), nach langfristigen Strategien, die mir helfen, ausgeglichener, zufriedener und optimistischer zu sein und ja, letztlich auch auf der Suche nach meinem persönlichen Glück. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Finden Ihres Glücks. Und wenn Sie Ihre Strategien teilen wollen - nur zu! Ich bin gern neugierig…

 

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Zum Stöbern

Irgendwo muss sie hin: die link-Liste.

 

Nicht, dass die Liste hier unendlich lang wäre. Aber die Einträge sind mir wichtig. Und werden sukzessive ergänzt. Nun ist die Idee, die link-Liste hierher zu packen, auf den ersten Blick vielleicht ein wenig unkonventionell. Andererseits ist gerade der Blog dafür da, in Kontakt zu bleiben, sich mitzuteilen, neue Impulse zu geben, kurzum genau das, was ein link auch will: einen Kontakt herstellen, Inhalte präsentieren, auf neue Ideen bringen... In diesem Sinn viel Spaß beim Stöbern!!

 

(Bitte bedenken: die Einträge erfolgen hier nach keiner bestimmten Reihenfolge oder Sortierung!!)

 

 

Pferdehof Hagbruch
www.pferdehof-hagbruch.de

 

Sascha Pootmann

www.jenseitskontakte-ruhrgebiet.de

 

Bettina Suvi Rode
www.bettinasuvirode.de

 

Elisabeth Noll
www.elisabeth-noll.de

 

Tanja Schlömer
www.tanja-schlömer.de

 

Nina Hemmi
www.ninahemmi.de

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Alles im Wandel

Sehr lange erschien an dieser Stelle keine Veröffentlichung, was einfach damit zusammenhängt, dass das vergangene Jahr so einige tiefgreifende Veränderungen mit sich brachte. Alles im Wandel, so empfinde ich das für mich.

 

So Mancher mag den Wandel allerdings nicht: „Früher war alles besser!“, hört man oft. Gefürchtet wird sich da vor Veränderung, vor dem Neuen, dem Nicht-Vorhersehbaren, vor dem Sprengen der Grenzen um sich herum. Grenzen geben schließlich auch Sicherheit. Sich innerhalb der Grenzen zu bewegen bedeutet genau zu wissen, was einen erwartet. Sie zu verlassen heißt, ein gewisses, mehr oder weniger großes Maß an Risiko einzugehen. Also… Komfortzone versus Risikobereitschaft?

 

Ich bin eigentlich ein Mensch, der es sehr gerne „komfortabel“ mag. Ich liebe gleichbleibende Abläufe, sich wiederholende Geschehen, sogar Feiertage, die mir genau signalisieren, was ich zu erwarten habe. Das hat für mich etwas von Verlässlichkeit, Routine und gibt mir im Alltagschaos Sicherheit. Und dennoch hat sich in diesem vergangenen Jahr so viel verändert, dass man von außen betrachtet eher geneigt wäre zu glauben, dass ich ein „Springinsfeld“ bin, eine, die Herausforderungen liebt, der Veränderungen nichts ausmachen. Und tatsächlich stimmt das auch.

 

Jedes Ding hat zwei Seiten… jeder Mensch definitiv mehrere. Und mal überwiegt die eine, mal die andere Seite, mal kommt mehr jene, mal mehr diese Eigenschaft zum Tragen. Ein Menschenleben – als Ganzes betrachtet -  ist meines Erachtens kein statisches Gebilde, sondern ein Prozess, eine Entwicklung, die mal schneller, mal langsamer voran geht. Und daher möchte ich an dieser Stelle Mut machen all jenen, die sich vielleicht gerade jetzt, wo es auf den Winter und damit auf das Ende des Jahres zugeht, fragen: Was habe ich denn in diesem Jahr erreicht? Wo geht es nun hin? Was möchte ich im kommenden Jahr erreichen? Wie schaffe ich das? Was will ich überhaupt?

 

Ich möchte Mut machen zum Träumen, Mut, sich zu den eigenen Wünschen zu bekennen, Mut zum Wagnis, Mut, etwas Neues auszuprobieren, Mut, endlich etwas zu beenden, was man schon lange beendet haben wollte, Mut, etwas zu tun, was man schon sooo lange tun möchte, Mut, sich gegen die ureigene Angst (oder auch Bequemlichkeit) durchzusetzen, Mut, für sich selbst einzustehen, Mut, das Leben mit einer etwas größeren Prise Humor als bisher zu betrachten, Mut, so Manches nicht mehr ganz so wichtig zu nehmen….

 

Die Träumenden und die Wünschenden
halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.

(Franz Kafka)

 

Es bedarf gar nicht so viel. Manchmal bedarf es nur dieses einen Gedankens: „Ich trau mich das jetzt!“ Und plötzlich werden Kräfte frei gesetzt, von denen man bisher nicht wusste, dass sie in einem schlummern. Ein Richtungswechsel in unserem Leben beginnt mit einem klitzekleinen Gedanken, so zumindest ist meine persönliche Erfahrung. EIN klitzekleiner Gedanke kann ein, zwei, drei… viele weitere nach sich ziehen, und so kann daraus ein persönlicher Wunschtraum werden, der immer mehr und immer konkreter Gestalt annimmt und der auf diese Weise sich manifestiert und dann tatsächlich Wirklichkeit wird. Dafür lohnt es sich, die eigenen Grenzen ein wenig zu strapazieren, vielleicht sogar darüber hinaus zu wachsen, die nötige Risikobereitschaft für sich selbst aufzubringen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nicht nur Mut, sondern vor allem viele wunderschöne, positive, kraftgebende Gedanken für Ihren ganz persönlichen Lebens-Wandel.

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Tierkommunikation...

… was genau ist das eigentlich? Wie geht das? Was nehme ich wahr? Was muss ich dafür können? Solchen Fragen begegne ich wieder und wieder und daher widmet sich dieser Beitrag nun diesem Thema. Wobei – und das muss ich hier vorwegschicken – das nicht heißt, dass ich in zwei, drei Sätzen mal eben das Wesen der Kommunikation mit den Tieren erklären, geschweige denn vermitteln könnte. Aber vielleicht vermag ich darüber doch ein wenig Einblick zu vermitteln und aufzuzeigen, was mir ganz besonders wichtig dabei ist und auch, was für das tiefere Verständnis nötig ist.

 

Die Tierkommunikation ist, wie an anderer Stelle schon geschrieben, die lautlose Sprache zwischen Mensch und Tier. Diese Art der Kommunikation spielt sich auf der geistigen Ebene ab, wo wir mit allen beseelten Wesen in Verbindung treten können. In der Praxis kann man sich das so vorstellen: Ich bitte als Mensch (im Regelfall beauftragt vom Besitzer des Tieres) das betreffende Tier zu einem „Gespräch“, ich lade ein und lasse so das Tier wissen, dass es die Möglichkeit hat, dieser Einladung zu folgen. Und das bedeutet nun gleich Mehreres: das Tier kann meiner Einladung folgen, es ist frei, den Rahmen zu bestimmen, es hat aber auch das Recht, das Gespräch abzubrechen oder erst gar nicht anzunehmen. Für manch einen mag das befremdlich klingen, aber mir erscheint es wichtig klar zu stellen: ein Tier KANN mit mir kommunizieren, es kann die Kommunikation aber auch ablehnen. Dann ist vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt gegeben oder ich als Medium bin nicht die Richtige oder… oder… oder…

 

Für eine Tierkommunikation nehme ich mir ausreichend Zeit, und oftmals geschieht das schon im Vorfeld des eigentlichen Gesprächs mit dem Menschen. Der Grund dafür ist ganz einfach: wenn ich mich ganz in Ruhe und ungestört auf ein Tier einlasse (und eben vielleicht nicht gleichzeitig bereits im Gespräch mit dem Tierbesitzer bin), dann sind all meine Kanäle auf Empfang geschaltet und das Tier hat meine komplette und gebündelte Aufmerksamkeit. Ich bin dann ganz allein und nur dafür da wahrzunehmen. Und was die Kanäle dafür anbelangt bzw. was das alles ist, was wahrgenommen werden kann: das können Stimmungen sein, Gefühle, Bilder, Worte, mehrere Situationen aneinandergereiht wie ein kleiner Film, das kann ein Einblick in das körperliche Befinden sein, ein Hinweis auf Umstände, die besonders unangenehm sind oder auch Erlebnisse, die besonders schön und wichtig sind… - ganz abhängig von der Situation des Tieres bzw. dem, was es mir bzw. seinem Menschen vermitteln möchte bzw. auch, was der Mensch an Fragen hat.

 

Im Gespräch mit dem Menschen werden diese Informationen quasi als Übersetzung für den Menschen in Worte gepackt. Meine Aufgabe ist es nun, die empfangenen Eindrücke zu vermitteln, dann im Dialog Fragen zu klären, was bedeutet, dass ich mich nun in der Rolle als Vermittler zwischen dem Tier und dem Menschen befinde. Wunderschön ist es, wenn ich feststellen darf, dass vonseiten des Menschen das Verständnis für sein Tier wächst und dass das Tier tatsächlich die Möglichkeit erhält, sich mitzuteilen und gehört zu werden. Manchmal aber bedarf es noch einer Weile des Verarbeitens. Oder die übermittelten Informationen verlangen nach Konsequenzen, die erst noch erarbeitet werden müssen. Doch wie auch immer das Gespräch seinen Verlauf nimmt – am Ende ist es an mir, mich bei beiden Seiten zu bedanken. Denn beide, Mensch und Tier, haben mir ihr Vertrauen geschenkt und im besten Falle auch für sich und für ihr Miteinander gewonnen.

 

Bleibt die Frage: Und was muss ich dafür können? Das Allerwichtigste in meinen Augen, sozusagen das Kernstück der Tierkommunikation, ist, dass ich als Mensch die vom Tier empfangenen Informationen völlig wertfrei aufnehme. Klingt simpel, ist es aber nicht. Dennoch: ich bin im Grunde nur das Medium, das die Kommunikation des Menschen mit dem Tier ermöglicht. Ich bin, wenn man so möchte, das Radio, das der Mensch einschaltet, um einen bestimmten Sender zu hören. Und dafür muss ich als Medium lernen, all meine Bewertungskriterien, all mein verstandesmäßiges Wissen, all meine persönlichen Belange, Emotionen und auch meine Empathie (!) komplett zurückzustellen. Ich muss als Medium in der Lage sein, mich selbst frei zu machen von allen eigenen Belastungen, Gedanken, Fragen oder Problemen und auch frei zu sein von meinen persönlichen Lebensthemen, denn es geht im Moment der Kommunikation mit dem Tier nur um genau dieses Tier und seine Situation. Das Tier darf mir all das vermitteln, was ihm wichtig ist auf die Art und Weise wie es ihm angemessen erscheint und es wird sich meiner Assoziationsfähigkeit bedienen – aber ich als Medium darf die Botschaften „nur“ in Empfang nehmen; ich darf sie dem betreffenden Menschen vermitteln, ich darf zur Verständigung beitragen – aber ich darf mich nicht (be)wertend oder kommentierend einschalten. Zumeist sind wir Menschen jedoch geneigt, helfen zu wollen, Ratschläge erteilen zu wollen, eine Situation verbessern zu wollen oder wir fühlen uns veranlasst dazu, nach unserem Bewertungsschema oder aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen eigene Ideen oder Informationen zu ergänzen. Doch all das hat in der Arbeit als Medium zunächst keinen Platz. Vielleicht darf ich in einem Gespräch zum gegebenen Zeitpunkt meine persönliche Meinung ergänzen oder aus meinem Erfahrungsschatz berichten, wenn ich danach gefragt werde – aber eben auch nur dann. Und jetzt klingt das Ganze vielleicht gar nicht mehr so simpel, sondern schier hochkompliziert. Damit es das nicht bleibt, denn mein Ziel ist es an dieser Stelle per se nicht, aus der Tierkommunikation eine elitäre Wissenschaft zu machen, möchte ich für den Anfang einen einfachen Weg aufzeigen, den jeder für sich gehen kann:

 

Ich möchte Sie auffordern, sich und Ihrer Umwelt ein paar Minuten, ein paar wenige Momente der Achtsamkeit zu schenken. Beginnen Sie vielleicht damit, einfach in sich hinein zu spüren: Wie fühle ich mich heute? Sitze ich bequem? Wie fühlt sich mein Körper an? Hier wäre die Möglichkeit, eine Innere Reise durch Ihren Körper zu machen: erspüren Sie, wie sich Ihre Füße, Ihre Beine, Ihre Hände, Ihre Arme, Ihr Bauch, Ihre Schultern, Ihr Kopf… anfühlen, der Reihe nach, ganz ohne Wertung, ganz ohne Begründung. Nehmen Sie einfach nur wahr und lassen Sie Ihre Wahrnehmung unbewertet und ganz ohne Verbesserungsvorschlag (à la „Ich bin so verspannt… ich müsste mehr Sport treiben!“…) stehen. Oder Sie widmen sich Ihrem Gefühlsleben: Wie geht es mir heute? Was beschäftigt mich innerlich? Was lastet noch an Problemen auf mir? Welche Fragen gehen mir durch den Kopf? Wie fühle ich mich jetzt damit?... Und auch hier versuchen Sie, den Problemen und Fragestellungen nicht weiter auf den Grund zu gehen, sondern sie einfach nur wahrzunehmen und dabei immer wieder sich darauf zu konzentrieren, wie es Ihnen damit im Moment gerade geht. Egal, welchen Weg Sie einschlagen, beenden Sie die kleine Achtsamkeitsübung damit, mehrere Atemzüge zu nehmen, atmen Sie ganz bewusst, dehnen und strecken Sie sich wohlig, schütteln Sie sich vielleicht leicht, um wieder im Alltag anzukommen.

 

Ich wünsche Ihnen damit Achtsamkeit für sich und eine kleine Auszeit im Trubel des Alltags. Und ich wünsche Ihnen über die Achtsamkeit Ihnen selbst gegenüber die Möglichkeit, auch Ihrer Umwelt und Ihren Tieren eine veränderte Achtsamkeit entgegenbringen zu können. Das ist der Beginn eines tieferen Verständnisses uns selbst und unseren Tieren gegenüber...

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Danke

„Danke“ ist ein sehr kleines Wort, worüber vielleicht schon mehr als genug gesagt, geschrieben und gesungen wurde. Dennoch möchte ich das hier und jetzt aufgreifen für meinen ersten Beitrag. Zum einen, weil ich hiermit „DANKE!“ sagen möchte all jenen, ohne die meine Arbeit nicht möglich und in Konsequenz dazu diese Website auch nie entstanden wäre. Dank gilt auch jenen, die mir Stolpersteine in den Weg gelegt haben (wenn auch zumeist gar nicht aus unfreundlicher Absicht), weil ich so gezwungen war, andere, neue und unbekannte Wege zu gehen. Mein Dank gilt aber besonders meiner Familie und unseren Tieren für die unentwegte Unterstützung und für die unendliche Liebe und Aufmerksamkeit, die ich erfahren durfte und darf.

 

Immer mal wieder in meinem Alltag - gerade dann, wenn es besonders hektisch wird und das Chaos, das gefühlt so manchmal um mich herum herrscht, überhand zu nehmen droht – versuche ich, mich zurückzunehmen und in mich hinein zu hören: Ist das das Leben, das ich leben möchte? Bin ich zufrieden? Wo möchte ich mich verändern oder die Umstände anpassen? Was macht mich glücklich?… Und zumeist stelle ich nach einer Weile fest: das eine oder andere möchte ich vielleicht ändern, möchte ich weiterentwickeln oder erscheint mir noch nicht „richtig“ oder gut genug – aber im Großen und Ganzen bin ich tief in mir dankbar für das was ist und wie es ist. Und allein dieses tiefe Gefühl der Dankbarkeit hilft mir und gibt mir Motivation, mich aufzurappeln, den Faden des Alltags wiederaufzunehmen und/ oder mich neuen Heraus-forderungen zu stellen.

Manches Mal aber reicht auch nur der Blick eines der Pferde oder eine unserer Katzen, die sich schnurrend neben mich legt, um zur Ruhe zu kommen. Und oft erfasst mich dann eine besondere Welle der Zuneigung und Nähe, weil ich weiß, dass mich die Tiere tatsächlich annehmen wie ich bin, genau im dem Moment, ohne Wenn und Aber und ohne Vorbehalt. Ich betrachte das als ein besonderes Geschenk und deshalb bin ich gerade unseren Tieren besonders dankbar.

 

Damit ist dieser erste Beitrag, dem in unregelmäßigem Abstand noch weitere folgen werden, ein ganz persönlicher. Aber das gehört in meinen Augen genau hierher – denn jede Kommunikation, die ehrlich gemeint und offen ist, ist eine höchst persönliche Angelegenheit. Und das ist die Tierkommunikation in ganz besonderer Weise. – „DANKE!“ all jenen, die hier ein Stück des Weges mit mir gehen, mit-lesen, mit-nachdenken. Danke Ihnen!

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