Ausblick

Es ist Mitte Dezember, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es war ein Jahr mit vielen Überraschungen und Wendungen, schönen und auch ganz und gar nicht so schönen. So Manches in diesem Jahr hat Spuren hinterlassen, wurde beendet oder hat sich ganz grundlegend verändert. So Manches wurde neu begonnen und will weiterentwickelt werden. Und zwischen dem Vergangenen und dem Zukünftigen finde ich mich in einer Gegenwart, die geprägt ist von Umbruch, von Loslassen und Neubeginn.

 

In diesem Jahr steckt viel Gedankenarbeit, das spiegelt sich auch in den Texten wider. Und vielleicht ist das gar kein Zufall, denn, was ich jetzt besonders gut brauchen kann, ist, was mich das ganze Jahr über schon beschäftigt hat: das Fokussieren auf den Moment, das Verankern im Jetzt, das Sortieren meiner Gedanken und Erkennen der damit verbundenen Gefühle, die achtsame Wahrnehmung meiner Selbst und das Anerkennen meiner Bedürfnisse samt - ganz wichtig - der Notwendigkeit des persönlichen Rückzugs zur Regeneration und um Kraft und Motivation zu schöpfen aus mir selbst heraus...

 

Am Ende dieses Jahres bin ich einer Wahrheit ein klein wenig mehr auf die Spur gekommen:
Ich bin die, die ich bin.
Ich habe meine persönlichen Talente, meine besonderen Charakterzüge und meine speziellen Vorlieben und Vorzüge. Genauso habe ich meine "Macken", agiere in meinen persönlichen Mustern, trage meine Vergangenheit mal mehr, mal weniger schwer mit mir und kann so wenig aus meiner Haut wie jeder andere Mensch auch. Im besten Fall erlebe ich mich im gegenwärtigen Moment und bin dann ganz bei mir, ausgeglichen und in mir ruhend. Doch oft genug kämpfe ich mit Zweifeln, bin frustriert oder ich traue mich nicht, stelle ich in Frage, was ich nur in Frage stellen kann und gehe damit nicht selten mir (und denen, die mit mir leben) gehörig auf die Nerven.

 

Ich bin die, die ich bin.

Wie die Vergangenheit auch war, was auch immer die Gegenwart mir gerade bietet - ich habe Träume, Wünsche und Ziele für mein Leben. Auf diese lohnt es sich einen Blick zu werfen, ein Blinzeln durch ein Guckloch auf die Zukunft, um dann voll Zuversicht darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge schon zum Guten hin entwickeln werden. Alles wird gut! Daran möchte ich glauben. Diese vielleicht ein wenig kindlich anmutende und doch tief verwurzelte Überzeugung und der Optimismus, der darin wohnt, trägt und stärkt mich und hilft mir für das Gegenwärtige, für all das, was jetzt zu tun ist.

 

Ich bin die, die ich bin.
Sie sind, der oder die Sie sind.

Und egal, wo Sie sich gerade befinden, was Sie gerade bewegt und umtreibt - ich wünsche Ihnen, dass Sie auf Ihrem Lebensweg Ihren Zielen, Ihren Wünschen und Ihren Träumen treu bleiben mögen. Weniger im Sinne eines strikten oder ehrgeizigen Verfolgens, sondern vielmehr so, wie es Eleanor Roosevelt ausdrückte:

 

"Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben."